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Gelingt die
Generalprobe der automatischen Maut-erfassung, wird zum
01.01.2005 das so genannte „Mautgesetz“ seine Wirkung
entfalten.
Mautpflichtig sind danach die Eigentümer und Halter
aller schweren Nutzfahrzeuge und Zugkombinationen aus
dem In- und Ausland mit einem zulässigen Ge-samtgewicht
von mehr als 12 Tonnen, sofern diese auf
Bundesautobahnen fahren. |
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Die Höhe der
Maut richtet sich nach der Zahl der Achsen der
Fahrzeugkombination, dem Schad-stoffausstoß des
Zugfahrzeuges und der zurück-gelegten Fahrtstrecke.
Das neue Mautsystem erfasst mehr als 5.000
Autobahnkilometer.
Einige wenige Kilometer sind vom Ausbauzustand nicht
unmittelbar als Autobahn zu erkennen. Hier weist das oben
angefügte Verkehrszeichen auf die Mautpflicht hin. |
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Grundsätzlich
kann die Einbuchung in das Mautsystem auf 3 verschiedene
Arten erfolgen. |
- Automatische Einbuchung
über das im Fahrzeug eingebaute Sende- und Empfangsgerät,
das so genannte On-Board-Unit (OBU).
- Einbuchung über das
Internet
- Manuelle Einbuchung über
eines der etwa 3.500 Terminals
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OBU, einbaufertig |
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300 über die Autobahnen
gespannte Kontrollbrücken tasten die Kontur der
vorbeifahrenden Fahrzeuge ab und erkennen, ob es sich um ein
mautpflichtiges Fahrzeug handelt.
Ist ein OBU Gerät eingebaut, kann über Signale, die durch
Satelliten aufgenommen und bearbeitet werden die Position
und Streckenlänge exakt berechnet. und mit den einliegenden
Daten bei Toll-Collect abge-glichen werden.
Das automatische Erfassungssystem arbeitet nahezu punktgenau
mit einem Ortungsradius von ca. 10 m. Dort wo die Ortung
aufgrund der Streckenführung problematisch ist, (z.B.
Tunnels oder parallel verlaufende Bundesstraßen) wird mit am
Fahrbahnrand angebrachten Stützbaken die eindeutige Ortung
der Fahrzeuge sichergestellt. Selbst bei Stopp oder Stau
erfolgt keine Zweiterfassung.
Verfügt der LKW über kein OBU oder gibt dieses OBU kein
Signal über eine ordentliche Einbuchung an die
Auswertungsgeräte der Kontrollbrücke, wird beim Passieren
einer Kontrollbrücke automatisch das Kennzeichen des
Zugfahrzeuges fotografiert. Die Kennzeichendaten werden
direkt der Toll-Collect-Zentrale zur Auswertung zugespielt.
Dort wird die Mauthöhe zentral berechnet. Wurde im
betreffenden Falle die Fahrt manuell gebucht, werden
umgehend alle Daten gelöscht.
Verfügt der LKW über kein OBU, kann eine manuelle Einbuchung
über Internet erfolgen, sofern die ent-
sprechenden
Fahrzeugdaten bei der Toll-Collect zuvor registriert wurden.
Soll die Einbuchung über die manuelle Eingabe an einem
Terminal erfolgen, müssen die erforderlichen Angaben vor
Antritt der Fahrt, eingegeben werden. Terminals sind an
zahlreichen Stützpunkten, Raststätten, Autohöfen,
Parkplätzen und Grenzübergängen eingerichtet. In der
Anfangsfase helfen Mitarbeiter von Toll-Collect bei der
Registrierung.
Die Höhe der Maut orientiert sich an einem Mittelwert von
zunächst 12,4 Cent pro Kilometer und wird auf 15 Cent pro
Kilometer in den nächsten Jahren angehoben.
Was erwartet die säumigen
Mautschuldner?
Das BAG wird Verstöße gegen die Mautpflicht rund um die Uhr
überwachen.
Liegt nachweislich keine Einbuchung in das System vor, wird
das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) entweder bereits bei
der nächsten Parkplatzausfahrt oder im Rahmen der
schriftlichen Anhörung auf den Mautschuldner zugehen.
Wurde die rechtzeitige Einbuchung versäumt und kann bei der
nachträglichen Mauterhebung die tatsächliche Wegstrecke der
Benutzung mautpflichtiger Autobahnen
nicht festgestellt werden, wird die Mautschuld für eine
angenommene Wegstrecke von 500 km festgesetzt; das Bußgeld
ist hierbei noch nicht enthalten. Die Mindestbuße wird auf
75 € festgesetzt; bei wiederholten Mautverstößen werden
Bußgelder von bis zu 20.000 € angedroht. Nicht zu
unterschätzen ist, dass bei Mautschuldnern die Weiterfahrt
untersagt werden kann.
Die Ausrüstung der Fahrzeuge mit OBU empfiehlt sich für alle
Nutzer, die regelmäßig die Autobahn befahren. Sind die
erforderlichen Grunddaten vor Beginn der Autobahnfahrt
eingegeben, wird automatisch registriert, ob und in welchem
Umfang das Fahrzeug mautpflichtig wird.
Wird die Autobahn selten benützt, ist die manuelle
Datenerfassung eine preiswerte Alternative
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